Auch wenn heutzutage sehr vieles nur noch auf digitalem Wege abläuft, so sind Visitenkarten doch noch nicht aus der Mode gekommen. Die kleinen Karten – versehen mit Namen und meist auch weiteren Daten eines Menschen wie Adresse, Telefonnummer und Berufsbezeichnung – werden vornehmlich im beruflichen, jedoch teilweise auch im persönlichen Kontext gern neuen Bekanntschaften gegeben. Mit einer einzigartigen Visitenkarte können Sie positiv herausstechen und in guter Erinnerung bleiben. Es ist hierbei möglich, mit Ihrem eigenen Drucker Visitenkarten selbst auszudrucken. Dies ist weitaus unkomplizierter als Sie vielleicht denken. Wir erklären Ihnen, wie Sie vorgehen können und worauf Sie achten sollten.

Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker?

Visitenkarten können grundsätzlich mit so gut wie jedem Drucker ausgedruckt werden. Ein Tintenstrahldrucker wird Ihnen besonders strahlende Farbergebnisse liefern. Dies ist vor allem von Nutzen, wenn Sie Bilder oder Grafiken auf Ihrer Visitenkarte eingebettet haben. Laserdrucker hingegen sind in der Lage, Farbverläufe besser abzubilden und erreichen in der Regel eine höhere Qualität des Ausdruckes.

Verwenden Sie die richtige Papierstärke

Für einen gelungen Ausdruck Ihrer Visitenkarten, ist die Wahl des richtigen Papiers noch viel wichtiger als die Wahl des richtigen Druckgerätes.

Mit Visitenkarten, die auf durchschnittlichem Druckerpapier gedruckt wurden, werden Sie höchstwahrscheinlich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Denn dieses Papier wirkt billig, ist instabil, lässt sich leicht knicken und kann schnell beschädigt werden.

Die Papierstärke sollte bei mindestens 160 g/m2 liegen. Eine noch bessere Qualität werden Sie mit einer Stärke von 220 g/m2 oder höher erlangen. Hier gilt: Je dicker das Papier ist, desto hochwertiger werden Ihre Visitenkarten auf Ihr Gegenüber wirken.

 

Achten Sie auf die optimale Papierbeschaffenheit für Ihre Zwecke

Es gibt jedoch auch bei der Beschaffenheit des Papiers Unterschiede, die zu verschiedenen Qualitäten der Ausdrucke beitragen.

Die drei häufigsten Auswahlmöglichkeiten bestehen zwischen glänzendem, mattem und satiniertem Druckerpapier. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Papierstrukturen, die beispielsweise eine eher glatte oder eine eher leinenartige Struktur aufweisen, mittels derer die Haptik der Visitenkarten beeinflusst wird.

Je nachdem, welchen Eindruck Sie hinterlassen möchten und in welchem Berufsfeld Sie tätig sind, sollten Sie auch die Papierbeschaffenheit Ihrer Visitenkarten auswählen. Ein Friseur wird sich beispielsweise anders präsentieren wollen als eine Steuerberaterin und wird sich nicht nur eines anderen Designs bedienen, sondern auch zu einer anderen Papierart greifen.

Bei alldem sei noch zu erwähnen, dass Sie beim Kauf Ihres gewünschten Druckerpapiers unbedingt auch darauf achten sollten, dass das Papier mit Ihrer Druckerart kompatibel ist. Es gibt nämlich für Laserdrucker und Tintenstrahldrucker spezielle Papiersorten, die auf die jeweiligen Eigenschaften der Drucker zugeschnitten und optimiert sind.

Wählen Sie das richtige Papierformat aus

Nachdem Sie sich nun für die passende Papierstärke sowie -beschaffenheit für Ihre Visitenkarten entschieden haben, gilt es nun noch, das richtige Papierformat auszuwählen.

Dieses ist abhängig davon, in welchen Ländern Sie Ihre Visitenkarten vorwiegend einsetzen möchten. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern wie Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich und auch in Großbritannien ist das Standard-Format für Visitenkarten von 85 x 55 mm am gängigsten. In nordamerikanischen Ländern wie den USA oder Kanada hingegen hat sich das Standard-Format von 88,9 x 50,8 mm durchgesetzt.

Nutzen Sie Word-Vorlagen, Online-Tools oder Softwareprogramme

Nachdem Sie sich gedanklich damit auseinander gesetzt haben, welche Papierart und welches Format Sie für Ihre Visitenkarten nutzen möchten, geht es nun ans Erstellen. Hierbei können Ihnen etliche Vorlagen und Softwareprogramme behilflich sein.

In Microsoft Word beispielsweise finden Sie bereits eine beachtliche Vielfalt an speziellen Vorlagen für Visitenkarten. Gehen Sie im Word-Programm dafür einfach auf „Neu“ und geben Sie in das Suchfeld den Begriff „Visitenkarten“ ein. Sie werden überrascht sein, wie viele verschiedene Designs Ihnen Word vorschlägt. Doch Vorsicht! Die Vorlagen entsprechen den nordamerikanischen Standards und haben somit Maße von 88,9 x 50,8 mm.

Alternativ können Sie auch auf ein Online-Tool zurückgreifen. Diese gibt es für den Browser – also ohne dass Sie etwas zusätzlich auf Ihren Laptop oder Tablet herunterladen müssen. Außerdem sind sie sehr einsteiger- und benutzerfreundlich und zudem noch kostenlos. Die drei beliebtesten Browser-Tools zum eigenen Designen von Visitenkarten sind Canva, VistaCreate und Avery Zweckform.

Des Weiteren seien hier noch Softwareprogramme zum Entwerfen von Visitenkarten erwähnt. Diese sind meist kostenpflichtig, müssen auf Ihrem Laptop oder Tablet installiert werden und benötigen eine längere Einarbeitungszeit als die Online-Tools. Empfehlenswerte Programme sind Microsoft Publisher, Adobe InDesign und Visitenkarten in 2 Minuten. Auch Photoshop und GIMP können im Übrigen zum Erstellen von Visitenkarten genutzt werden.

Wie Sie sehen, lohnt es sich, wenn Sie sich zuerst einen Überblick verschaffen und verschiedene Möglichkeiten vergleichen. So werden Sie sicherlich gelungene eigene Visitenkarten, die am besten zu Ihren Ansprüchen und Anforderungen passen, entwerfen und auch selbst ausdrucken können.