Laserdrucker sind aus Büros und Haushalten nicht mehr wegzudenken. Doch für viele sind sie noch immer schwer zu durchschauen. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Laserdrucker – präzise, verständlich und mit allen wichtigen Details.
Verwendet ein Laserdrucker Tinte?
Nein, Laserdrucker arbeiten nicht mit flüssiger Tinte, wie es bei Tintendruckern der Fall ist. Stattdessen nutzen sie ein feines Pulver, den sogenannten Toner. Dieser befindet sich in speziellen Tonerkassetten. Während Tintendrucker die Tinte direkt auf das Papier sprühen, wird der Toner bei Laserdruckern durch Hitze und Druck auf das Papier übertragen. Das macht den Druckprozess nicht nur schneller, sondern auch langlebiger, da der Toner nicht eintrocknen kann.
Kann der Toner in einem Laserdrucker austrocknen?
Im Gegensatz zu Tinte in Tintendruckern trocknet Toner nicht aus. Allerdings reagiert das Pulver empfindlich auf Feuchtigkeit. Wenn die Tonerkassette unsachgemäß gelagert oder vorzeitig aus ihrer Schutzverpackung genommen wird, kann der Toner Feuchtigkeit aufnehmen und verklumpen. Die Folge: Der Drucker produziert unscharfe oder gestreifte Ausdrucke. Um dies zu vermeiden, sollten Tonerkassetten stets trocken und in ihrer Originalverpackung aufbewahrt werden, bis sie verwendet werden.
Ist farbiges Drucken mit einem Laserdrucker möglich?
Ja, es gibt Farblaserdrucker, die mit farbigem Toner arbeiten. Ähnlich wie bei Tintendruckern werden die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb verwendet, um ein breites Farbspektrum zu erzeugen. Allerdings ist die Farbwiedergabe oft nicht so brillant wie bei hochwertigen Tintenstrahldruckern. Für den privaten Gebrauch oder den Büroalltag reicht die Qualität in der Regel jedoch völlig aus.
Kann man mit einem Laserdrucker Folien oder Fotopapier bedrucken?
Grundsätzlich ist das Bedrucken von Folien oder Fotopapier mit einem Laserdrucker möglich – vorausgesetzt, das Gerät unterstützt diese Funktion. Allerdings gibt es einige wichtige Punkte zu beachten: Nicht jede Folie oder jedes Fotopapier ist für Laserdrucker geeignet. Materialien für Tintendrucker besitzen eine spezielle Beschichtung, die die Tinte aufnimmt. Wird solches Papier in einem Laserdrucker verwendet, kann sich die Beschichtung durch die Hitze lösen und den Drucker beschädigen. Im schlimmsten Fall kann dies zu teuren Reparaturen oder sogar zur Unbrauchbarkeit des Geräts führen.
Für Laserdrucker sollte daher ausschließlich spezielles, hitzebeständiges Material verwendet werden. Folien und Fotopapier für Laserdrucker sind glatt und halten Temperaturen von bis zu 190 Grad Celsius (bei Monochrom-Druckern) oder 220 Grad Celsius (bei Farblaserdruckern) stand. Diese Materialien sind zwar etwas teurer, schonen aber auf Dauer den Drucker und sorgen für bessere Ergebnisse.
Was versteht man unter einem Mono-Laserdrucker?
Ein Mono-Laserdrucker, auch Monochrom-Laserdrucker genannt, druckt ausschließlich in Schwarz-Weiß. Diese Geräte sind ideal für den Druck von Textdokumenten, da sie schnell und kostengünstig arbeiten. Wer regelmäßig umfangreiche Dokumente wie Berichte, Verträge oder Manuskripte ausdruckt, ist mit einem Mono-Laserdrucker bestens bedient. Die Druckgeschwindigkeit ist in der Regel höher als bei Farbmodellen, und die Betriebskosten pro Seite sind niedriger.
Sind Laserdrucker gesundheitsschädlich?
Die Diskussion über mögliche gesundheitliche Risiken durch Laserdrucker konzentriert sich vor allem auf den Toner und den Feinstaub, der während des Druckvorgangs entsteht. Tonerpulver ist nicht ungiftig und sollte nicht mit der Haut oder den Schleimhäuten in Kontakt kommen. Besonders beim Wechseln der Tonerkassette ist Vorsicht geboten, um direkten Kontakt zu vermeiden.
Ein weiteres Thema ist der Feinstaub, der beim Drucken freigesetzt wird. Moderne Laserdrucker sind zwar mit Filtern ausgestattet, die einen Großteil des Staubs zurückhalten, aber bei häufiger Nutzung in schlecht belüfteten Räumen kann die Feinstaubbelastung steigen. Empfindliche Menschen können mit gereizten Augen, Atemproblemen oder allergischen Reaktionen darauf reagieren. Studien zeigen jedoch, dass die Belastung in der Nähe eines Laserdruckers nicht höher ist als in der Nähe einer befahrenen Straße.
Zudem ist die Entsorgung von Tonerkassetten gesetzlich geregelt. Sie dürfen nicht im Hausmüll landen, sondern müssen über spezielle Sammelstellen oder Rückgabeprogramme der Hersteller entsorgt werden. Viele Anbieter nehmen leere Kassetten zurück und recyceln sie. Für Vielnutzer lohnt es sich sogar, professionelle Entsorgungsdienste in Anspruch zu nehmen, die oft eine Vergütung für die Rückgabe anbieten.
Für wen lohnt sich ein Laserdrucker?
Die Entscheidung für oder gegen einen Laserdrucker hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Ein Laserdrucker ist die richtige Wahl, wenn folgende Punkte zutreffen:
- Vieldrucker: Wer regelmäßig mehr als 200 Seiten pro Monat druckt, profitiert von den niedrigen Seitenkosten und der Langlebigkeit eines Laserdruckers.
- Textlastige Dokumente: Für den Druck von Texten in Schwarz-Weiß sind Laserdrucker ideal, da sie schnell und präzise arbeiten.
- Geeigneter Standort: Laserdrucker benötigen etwas mehr Platz als Tintendrucker und sollten in einem gut belüfteten Bereich aufgestellt werden.
Für Gelegenheitsdrucker, die nur manchmal ein paar Seiten ausdrucken, ist ein Tintendrucker oft die bessere Wahl. Wer häufig Fotos oder hochwertige Grafiken druckt, sollte zu einem Tintenstrahldrucker oder einem speziellen Fotodrucker greifen. Diese bieten eine bessere Farbwiedergabe und sind für den Fotodruck eher geeignet. Bei sehr geringem Druckbedarf kann es sogar sinnvoller sein, auf externe Dienstleister wie Copyshops oder Fotostudios auszuweichen. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt und die Gesundheit.